In der Kosovo-Hauptstadt wird eine Geschäftsstraße nach dem US-Präsidenten benannt. Bisher stand die Friedensnobelpreisträgerin Patin.
Die USA gelten als vehementeste Fürsprecher der Unabhängigkeit des Kosovo. Aus Dankbarkeit für den Einsatz Washingtons wird nun die führende Geschäftsstraße in der kosovarischen Hauptstadt Pristina nach dem scheidenden US-Präsidenten George W. Bush benannt. Das Pikante: Bisher lieh Friedensnobelpreisträgerin Mutter Teresa der Straße ihren Namen. Das wird sich bald ändern, versprach Kosovo-Premier Hashim Thaci.
Eine der führenden Straßen Pristinas trägt seit Jahren bereits den Namen des früheren US-Präsidenten Bill Clinton. Seit 2007 laufen auch die Arbeiten an einer drei Meter hohen Statue Clintons. Er war US-Präsident während des NATO-Krieges gegen die damalige Bundesrepublik Jugoslawien zwischen März und Juni 1999. Belgrad stimmte daraufhin zu, seine mehrheitlich von Albanern bewohnte Provinz unter UNO-Verwaltung zu stellen.
Der Kosovo hatte im Februar einseitig seine Unabhängigkeit von Serbien ausgerufen. Belgrad hat sie nicht anerkannt, ebenso wie die große Mehrheit der UNO-Mitglieder. Der junge Staat wird derzeit von 22 der 27 EU-Staaten anerkannt. Österreich war eines der ersten Länder, das den Kosovo anerkannt hat.